Die erste Orientierung in Maskat gestaltet sich etwas schwerfällig. Die einzelnen Stadtteile liegen getrennt voneinander zwischen bräunlich-felsigen Bergen, man kommt am besten mit dem Taxi von einem Ort an den anderen. Meine erste Erkundungstour durch die Stadt führt mich an das alte Handelszentrum von Maskat, nach Matrah. Hier liegt einer der größten Häfen der Region, zwischen vierhundert Jahre alten Festungen aus portugiesischer Zeit, die auf den Felsen im Osten und Westen der Bucht auf den Felsen thronen.
Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Reiseberichte und Kommentare zu Politik und Gesellschaft.
Mittwoch, 12. März 2014
Teil 1: Ankunft in Maskat
Mein alljährlicher März-Urlaub führte mich dieses Mal in den Oman. Mit meinen Eltern und meiner Großtante verbrachte ich eine Woche in diesem geheimnisvollen Sultanat am oberen Zipfel der arabischen Halbinsel. Ich war später dazu gebucht worden und flog deshalb separat, während die anderen erst noch zwei Tage in Dubai verbrachten. Ich machte mich auf direktem Weg auf in den Oman – über Stuttgart, Frankfurt und Abu Dhabi. Dann kam ich in Maskat an…
Oman-Reihe 2014
Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin mittlerweile zurück
aus meinem einwöchigen Urlaub im Oman und arbeite jetzt an einigen
Blogeinträgen, die ich dann nach und nach hier veröffentlichen werde.
Eigentlich wollte ich es dieses Mal kurz halten, doch dieses doch mehr oder
weniger unbekannte Land am östlichsten Zipfel der Arabischen Halbinsel bietet
eine faszinierende kulturelle, religiöse und kulinarische Mischung, sodass ich
doch mehrere Einträge schreiben muss. Auf diesem Weg kann ich außerdem auch ein
paar mehr Bilder zeigen.
Viel Spaß beim Lesen!
Euer Thorschten.
Donnerstag, 27. Februar 2014
Augen auf beim Smartphone-Kauf. Meine Daten? Kannste haben...
Vor einer Weile habe ich mich von meinem alten Handy verabschiedet und so die Vergangenheit hinter mir gelassen.
Donnerstag, 2. Januar 2014
Die Angst vor den Zombies
Jeder Mensch hat so seine Ängste. Platz eins auf meiner „Liste der einzigen drei Dinge, vor der ich schreckliche und zumeist unbegründete Angst habe“ sind Ratten. Oh, wie ich sie verachte. Sie gehören nicht in menschliche Keller und schon gar nicht als Haustiere in Käfige. Ich bin froh, wenn sie unterhalb der gusseisernen Gullydeckel in der Kanalisation bleiben. – Früher nahm Platz eins ein anderes Wesen ein, das auf kuriose Weise der Ratte gleicht, vor dem man aber wahrscheinlich gerade in der Kanalisation am sichersten ist: der Zombie. Ein Zombie kommt leider selten allein. Er tritt meistens in Scharen auf und bewegt sich in dunklen Räumen wie die Ratte an der Wand entlang, wo er eine unhygienische Blutspur hinterlässt, was die Parkhausszene in Dawn of the Dead (2004) belegt. Diesen Untoten geht nie die Luft aus, sie rennen und beißen. Schrecklich. Jede halbwegs klar denkende Person muss sich vor ihnen fürchten und aus Überlebensinteresse beginnen, sie zu erforschen.
Dienstag, 31. Dezember 2013
Jahresabschlussgruß
Es ist Zeit zurückzublicken. Gleich
mache ich mich zur Silvester-Party eines Kommilitonen auf. Er hat mir
versichert, es gebe dort ein reichhaltiges Buffet. Ich werde einen guten
Remstäler Wein, eine Packung krebserregender Chips und einige Kilogramm
Sprengmittel aus meinem persönlichen Vorrat beitragen. Aber bevor ich mich
anziehe, um diesem Jahr 2013 den Rücken zu kehren, denke ich an die letzten 12
Monate zurück. Es war ein gutes Jahr, alles in allem. Es war ereignisreich wie
jedes Jahr – oder zumindest jedes vierte. Wir hatten eine mega-spannende Bundestagswahl
mit wenig überraschendem Ergebnis. Uns wurde zu Weihnachten eine schwarz-rote
GroKo geschenkt. Die Liberalen sind nicht mehr im Parlament vertreten, was eigentlich
erschreckend ist. Dafür ist die AfD draußen geblieben, was wiederum beruhigend
ist. Europas Zusammenwachsen ist nicht mehr aufzuhalten. Vor allem jetzt, wo
die NSA-Affäre so viel Skepsis zwischen die Europäer und ihre transatlantischen
Freunde gesät hat. Doch ansonsten ist alles wie immer. Der NSU-Prozess gegen die
verbliebenen Nazi-Terroristen geht weiter, der Verfassungsschutz hat eine neue
Aufgabe bekommen: In Syrien kämpfen 200 deutsche Dschihadisten und verteidigen
ihre Glaubensideale gegen… ja, gegen was? Im Gegensatz dazu wissen wir ganz
genau, was wir am Hindukusch verteidigen. Hoffe ich mal. Zu verteidigen gibt es
so viel. Und die neue Ministerin in diesem Resort heißt Ursula. Eine der vielen
Überraschungen der letzten Monate. Unterdessen verhandelt man munter mit den Iranern,
während Netanjahu tobt. Der israelische Premierminister hat aber zum Glück noch
andere Sorgen: Er muss an einem (erneuten) Friedensprozess gegen die
Palästinenser teilnehmen. China kauft Afrika auf, Putin reitet barbusig auf
Drachen und jagt Bären. Und alles freut sich auf die nächste
Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Oh, und auf die in Katar erst.
Da wird’s einem nie
langweilig.
Und jetzt wünsche ich meinen
Lesern einen angenehmen, hoffentlich nicht so schmerzhaften Rutsch ins neue
Jahr, sende schon jetzt herzlichste Neujahrswünsche und veröffentliche diesen
Beitrag, ohne ihn noch einmal gelesen zu haben. Die Zeit drängt, der Bus wartet
nicht. Wir sehen uns auf der anderen Seite – des Kalenders. ;)
Ich wünsche Euch alles Gute! :)
Nachruf für die Verstorbenen von 2013
Wie jedes Jahr sind auch 2013
viele große und kleine, bedeutende und bewegende Menschen von uns gegangen.
Jetzt ist es an der Zeit, sich noch einmal an sie zu erinnern.
Unter den Toten dieses Jahres
sind auch Menschen, die in Politik und Gesellschaft viel gewirkt haben. Margaret Thatcher (1925), die „Eiserne
Lady“ und erste weibliche Premierministerin Großbritanniens, starb am 8. April.
Ihr politisches wirtschaftliches und kulturelles Vermächtnis ist in ihrer
Heimat sehr umstritten, doch sie gehört mit Sicherheit zu denjenigen Menschen
des 20. Jahrhunderts, die etwas bewegt haben.
Am 5. März starb Hugo Chávez (1954), der amtierende sozialistische
Staatspräsident von Venezuela. Auf politischer Ebene war er eine sowohl
kontroverse als auch oft bewunderte Persönlichkeit.
Ein Schock für die
Niederlande war das frühe Ableben von Prinz
Friso (1968), dem zweiten Sohn der inzwischen abgedankten Königin Beatrix. Er
war bei einem Lawinenunfall 2012 so schwer verletzt worden, dass er ins Koma
fiel und am 12. August 2013 starb. Einen Tag später starb Lothar Bisky (1941), linker Europapolitiker und eine der
bedeutenden Führungspersönlichkeiten der PDS bzw. der Linkspartei.
Am 5. Dezember starb der
hochbetagte Nelson Mandela (1918),
der unter dem Namen Madiba bis heute ganz
Südafrika bewegt. Als Aktivist gegen die Apartheidpolitik in seiner Heimat
verbrachte er 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis, 1990 wurde er freigelassen
und wurde im Jahr darauf Präsident von Südafrika. Im Jahr 1993 erhielt er den
Friedensnobelpreis. Mandela war Visionär eines versöhnten und vereinigten
Afrikas und hatte Vorbildfunktion in der Politik, aber auch für Millionen von
Menschen. Zu seinem Begräbnis reisten 80 Staatsoberhäupter aus aller Welt an.
Otfried Preußler (1923)
schenkte den Kindern Bücher wie Der
Räuber Hotzenplotz oder Die kleine
Hexe und prägte somit ganze Generationen. Seine Werke wurden in 55 Sprachen
übersetzt. Preußler starb am 18. Januar.
Auch der Publizist und einflussreichste
deutschsprachige Literaturkritiker, Marcel
Reich-Ranicki (1920), verließ uns für immer. Er hatte das Ghetto von
Warschau überlebt und prägte mit dem Literarischen
Quartett im ZDF von 1988 bis 2001 das Leseverhalten so manches an guten
Büchern interessierten Bücherwurms. Den Deutschen Fernsehpreis zu Ehren seines
Lebenswerkes nahm er nicht an („Ich nehme diesen Preis nicht an!“) und sorgte
für einen Eklat vor laufenden Kameras. Reich-Ranicki starb am 18. September in
Frankfurt am Main und hinterlässt eine große Lücke in der deutschen
Literaturkritik.
Am 17. November starb eine
weitere Literaturgröße: Die im Iran geborene britische Schriftstellerin Doris Lessing (1919) erhielt 2007 den
Literatur-Nobelpreis, worüber sich Reich-Ranicki seinerzeit enttäuscht zeigte.
Andere Kritiker bezeichnen Lessing als eine der großen Frauen der englischen
Literatur des 20. Jahrhunderts.
Unter den Toten des Jahres
2013 waren auch Erfinder und Pioniere. Zu ihnen gehörte der Entwickler der
AK-47, Michail T. Kalaschnikow (1919),
der 2006 anlässlich einer UNO-Konferenz zum Thema Kleinwaffen in einer
Erklärung „Bestürzung“ darüber äußerte, „dass gerade seine Gewehre überall auf
der Welt so viel Unheil anrichteten“. Er kritisierte zudem das Fehlen einer
wirksamen internationalen Kontrolle des Waffenhandels. Am 23. Dezember starb er
in Ischewsk.
Einige Persönlichkeiten haben
uns aber auch jahrelang gut unterhalten. Dieter
Hildebrandt (1927) war über Jahrzehnte eine Konstante des deutschen politischen
Kabaretts und leitete von 1980 bis 2003 die von ihm begründete Sendung Scheibenwischer. Er starb am 20.
November in München.
Paul Walker (1973) war als Brian O’Conner aus der Fast-and-Furious-Filmreihe
sowie aus weiteren Actionfilmen und Thrillern bekannt. Sein plötzlicher Tod durch
einen Autounfall am 30. November versetzte die Filmbrache in Schock.
Am 31. Dezember ist die Zeit
gekommen, jener Persönlichkeiten zu gedenken, die in diesem Jahr von uns
gegangen sind. Das nächste Jahr wird ohne sie mit Sicherheit ärmer sein.
"Lieber überwacht als tot"
2013 war das Jahr der Enthüllungen. Im Juni geriet mit den Aufdeckungen des Guardian-Journalisten Glenn Greenwald eine Lawine ins Rollen: US-Geheimdienste würden mit Hilfe des Programmes PRISM die weltweite Internetkommunikation überwachen können, noch umfassender sei das britische Überwachungsprogramm Tempora, berichtete eine zunächst anonyme Quelle.
Diese anonyme Quelle trat am 9. Juni in Person von Edward Snowden, einem ehemaligen technischen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, in Hongkong vor die Öffentlichkeit. Für ihn begann eine Odyssee, die am Flughafen von Moskau mit einem Antrag auf politisches Asyl in Russland endete.
CSU: "Wer betrügt, der fliegt!"
„Wer betrügt, der fliegt!“ –
Das ist die Devise der CSU, die pünktlich zum Jahreswechsel den Europawahlkampf einleitet. Ab dem 1. Januar ist es Rumänen und Bulgaren
erlaubt, uneingeschränkt nach Deutschland zu ziehen, um dort zu arbeiten. Die
bayrische Partei, die vielen Deutschen aus der Seele spricht, befürchtet eine unnötige
Belastung der deutschen Sozialsysteme und will deshalb generell einen härteren
Kurs gegen Zuwanderer aus Osteuropa beschließen.
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Kritik zu "Das Jerusalem-Syndrom" (2013)
Am Mittwoch (11.12.2013) lief
um 20:15 Uhr in der ARD ein neuer Fernsehfilm, der den verheißungsvollen Titel „Das
Jerusalem-Syndrom“ trug. Dahinter verbirgt sich eine Art Familiendrama, in dem
eine junge Frau mit Namen Maria in die Fänge einer uralten Sekte gerät, für die
sie den neuen Erlöser der Welt austragen soll. Ihre Schwester Ruth macht sich
unterdessen (widerwillig) auf, um die schwangere Maria, die vor der
Grabeskirche schon einen toten Touristen zum Leben erweckt hat, zu retten. Ruth
stellt Ermittlungen an: Sie misstraut der Sekte, sie fährt mit einem Arzt aus
der Spezialklinik durch die Gegend, ein dicklicher Reiseführer namens Eyal wird
erschossen. Die Polizei ist desinteressiert, doch Ruth stößt auf
Ungeheuerliches: Am Tag der Geburt ihres Neffen würden alle „Ungläubigen“ aus
Jerusalem hinweggefegt und ein Feuer würde die Welt erfassen – so kündigt es
zumindest der Sektenführer in einem „Hassvideo“.
Abonnieren
Posts (Atom)

